Sektionsausflug an die EXPO.02

07. September 2002

 

von Fw Andreas Zweifel

 

Das prägende und geschichtsträchtige Ereignis schlechthin war aus Schweizer Sicht in diesem Jahr ohne Frage die Landesausstellung Expo.02! Umstritten zwar und sicherlich auch nicht gerade billig, aber allemal einen Besuch wert. Schliesslich findet so eine Expo (oder Landi) im Schnitt nur alle 25 Jahre statt, und es ist nicht sicher, ob sich die Schweiz in einem Vierteljahrhundert ein solch teures Event überhaupt noch leisten kann. Eines ist sicher: Mit dem Defizit dieser Expo werden wir uns auch in Zukunft noch ziemlich beschäftigen müssen, und manch einer fragt sich, um wie viel höher das Defizit wäre, hätte die Schweizer Armee nicht so tatkräftig (und günstig) mitgeholfen. Schade, dass diese Tatsache in der Öffentlichkeit nur wenig bekannt ist und so (erneut) der Armee bis dato die verdiente Anerkennung verwehrt blieb.

Selbstverständlich hat auch die Sektion Zürich des SFwV der Expo.02 einen Besuch abgestattet – natürlich mit einem speziellen Abstecher ins „Armeedorf“! Punkt 0740 h versammelten sich ca. 20 Mitglieder am Samstag, dem 7. September im Hauptbahnhof Zürich, um dann gemeinsam mit der SBB nach Murten zu fahren. Dort überraschte uns Adj Uof Joel Andenmatten, der extra für uns ein spezielles Programm zusammengestellt hat. Nach einem kurzweiligen Fussmarsch kam die Gruppe im Armeedorf Meyriez an, wo auch die Ausstellung des Militärs steht. Gleich zu Beginn wurden alle mit einer Militärschoggi ausgerüstet, um den anschliessenden Rundgang auch ohne Schwächeanfall zu bestehen. Einer der ersten „Posten“ war derjenige des Personeninformationssystems der Armee, kurz PISA. Dort konnte jeder AdA seine persönlichen militärischen Daten auf der elektronischen Datenbank einsehen. Ich konnte dort mit einer gewissen Genugtuung und zu meiner Beruhigung feststellen, dass noch keine Einträge in meinem persönlichen Strafregister vorhanden sind.

Nach einigen Infoständen zur Armeereform XXI kamen wir dann in den grossen Raum der Schweizer Luftwaffe. Dort wurden Flüge und Manöver der Luftwaffe sowie der Patrouille Suisse per Videoprojektion gezeigt und erläutert. Auf einer zweiten Projektionsfläche wurde die Überwachung des Schweizer Luftraums in „Real-Time“ übertragen. Zu unserer grossen Freude und Überraschung wurde dann diese Übertragung kurz weggeschaltet und ein Willkommensgruss an die Mitglieder der Sektion Zürich des SFwV erschien an deren Stelle.

Ein weiteres Highlight der Ausstellung war der Auftritt der Sanitäts- und Rettungstruppen. Hier konnte man nicht nur Einsicht gewinnen in die verschiedenen Arbeitsbereiche, sondern auch aktiv daran teilnehmen. Erste-Hilfe-Massnahmen sowie Rettungstechniken wurden nicht nur demonstriert, man durfte auch selber Hand anlegen. Ein Spass natürlich auch für die Kinder, für die übrigens speziell ein Rettungs-Parcours angelegt wurde.

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Früh übt sich... Joel Müller
vor dem Rettungsparcours
Wiederbelebungsversuche durch Andreas
(an) einer Übungspuppe

Die Ausstellung vermittelte beeindruckend, wie viel Technik und Elektronik heute in einer funktionierenden Armee nötig sind. Vor allem ältere Semester staunten nicht schlecht über den Technisierungsprozess, welcher die Schweizer Armee in den vergangenen Jahren durchgemacht hat.

Im Anschluss an die Ausstellung wurden wir ins VIP-Zelt zu Wein und Käseschnitten eingeladen. Bei einem netten Schwatz mit dienstleistenden AdA konnten auch Probleme und Tücken des Armeeauftritts an der Expo.02 diskutiert werden. Nach dem Appetizer im VIP-Zelt ging es dann zum Armeerestaurant der Expo, wo bereits ein Tisch für uns reserviert war. Aufgrund der attraktiven Preise hat sich das

Armeerestaurant zu einem echten Geheimtipp der Expo-Besucher gemausert, demgemäss gross war auch der Menschenauflauf.

Nach dem üppigen Zmittag durften wir dann noch in einem Schnellboot zur Arteplage fahren,

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Im Schnellboot von Meyriez zur Arteplage Murten

wo auch schon der Iris-Katamaran auf uns wartete. Damit ging es durch den Kanal nach Neuenburg.

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Hightech im Cockpit: Der Irsi-Katamaran

Auf der Arteplage Neuenburg war dann mehr oder weniger jeder auf sich selbst gestellt. In kleinen Grüppchen wurden die verschieden Ausstellungen besucht (und vor allem viel gewartet). Einige verzichteten gänzlich auf das Anstehen auf der berüchtigten „Warteplage“ Neuenburg und verbrachten den Nachmittag beim Bierchen in einer der zahlreichen Beizen.

Im Laufe des frühen Abends verschob sich schliesslich die ganze Gruppe wieder Richtung Bahnhof, um dann ca. um 2000 h wieder in Zürich einzutreffen.