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Das
Artillerie-Fort Magletsch ("Der Hammer") wurde
während des zweiten Weltkrieges erbaut und bildet den
nördlichsten Eckpfeiler der Festung Sargans. Primäre
Aufgabe des Artillerie-Fort Magletsch war die Abdeckung
der Räume rheinaufwärts sowie in Richtung Wildhaus und
in Richtung Feldkirch.
Die
Hauptbewaffnung umfasste drei Panzertürme 10.5 cm, vier
Bunkerkanonen 7.5 cm sowie zehn Maschinengewehr- und
Lmg-Stände. Hinzu kam die Bewaffnung der Gegenwerke
Brögstein und Wartau, der umliegenden Bunker sowie
Handgranaten, Gewehre, Faustfeuerwaffen etc. Gegen
feindliche Flieger wurde das Werk von auf der Abdeckung
stationierten Fliegerabwehrkanonen geschützt. In den
sechziger Jahren wurden zusätzlich zwei Minenwerfer 8.1
cm eingebaut. Zusammen mit den zahlreichen
Stacheldrahtverhauen, Panzersperren und zur Sprengung
vorbereiteten Objekten verfügte Magletsch über eine
gewaltige Kampfkraft.
Die
Werkinfrastruktur war für 381 Mann ausgelegt und
umfasste zwei Wasserreservoirs mit einem
Fassungsvermögen von insgesamt 1.6 Millionen Liter
Trinkwasser, drei je 200 PS starke Sulzer Schiffsdiesel
für die Stromproduktion, zwei Treibstofftanks zu je
100'000 l Diesel, eine leistungsstarke Lüftungsanlage
sowie eine Telefonzentrale und sogar eine eigene
Bäckerei.
Aufgrund
der Stilllegung grosser Artilleriewerke im Zuge der
Armeereform 95 waren die Tage des Werkes Magletsch als
Kampffestung gezählt. Das bereits seit Jahrzehnten als
Artillerie-Ausbildungsanlage für Artillerie-Rekruten
genutzte Werk Magletsch wurde für ca. 2.5 Millionen
Franken umgebaut und am 30. Januar 1996 zur weiteren
Nutzung freigegeben.
Heute
dient Magletsch unterschiedlichen Zwecken: Mit seinen
Ausbildungs- und Schiessplätzen und der modernen
Unterkunft stellt das einstige Kampfwerk ein
Musterbeispiel eines Miniaturwaffenplatzes dar. Für die
an seltenen Blumen und Pflanzen reiche Abdeckung wurde
ein Naturschutzkonzept erarbeitet und realisiert.
Die
obere Etage des Werkes kann als Anlage von nationaler
Bedeutung, wie sie noch in den neunziger Jahren als
Kampfwerk betrieben wurde, besichtigt werden.
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